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Ursprünglich gab es in und um Fahrland drei Windmühlen. Die heute noch vorhandene Mühle wurde 1758 erbaut und 1798 an den heutigen Standort umgesetzt. "Das Umsetzen von Bockwindmühlen war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine müllerische Routinearbeit." Eine Bockwindmühle besteht aus zwei Grundbauteilen, dem feststehenden Bock und dem sich auf dem Bock drehenden Mühlenkasten. Verglichen mit anderen Windmühlen verfügt Fahrland über eine alte und vom Denkmalwert her wertvolle Ausstattung. Eng verbunden mit der Mühle ist die Lebensgeschichte von Karl Gutschmidt. Er pachtete die Mühle 1935 von der Besitzerin Fräulein Rietdorf und war der letzte Müllermeister in Fahrland. Seinen schmalen Verdienst steckte er in die Mühle und betrieb sie mit großer Sorgfalt. Trotzdem hatte er einige Rückschläge zu verkraften. In der Mühle arbeitete er nicht nur, er lebte in ihr auf äußerst begrenztem Raum. Sein "hängendes Bett" baute er sich auf den ersten Boden in Höhe des Hammers." Gutschmidt betrieb die Windmüllerei nicht nur des Broterwerbs im wörtlichen Sinne wegen, sondern mit viel Hingabe und Liebe für diese alte Mahlmaschine. Bis zu seinem Tode interessierte er sich für alles, was mit Windmüllerei zusammenhing." Die Fahrländer Mühle betrieb Gutschmidt nach Zwangspausen durch die Kriegswirren bis zur Stilllegung, die im Jahre 1967 erfolgte.